Peta USA - Informationen

Alles rund um dieses grosse Thema...

Peta USA - Informationen

Beitragvon assisi » 09.04.2013, 19:16

Liebe Frau Haas,

zur Zeit kursieren in den Medien irreführende oder falsche Berichte über die Euthanasie von heimatlosen Tieren durch PETA USA. Daher möchte ich heute gerne in einer längeren E-Mail darauf eingehen und die Hintergründe erklären.

Anfang des Jahres veröffentlichte PETA USA wie jedes Jahr die Zahl der Tiere, die sie 2012 einschläfern (euthanasieren) musste, weil sie krank, vernachlässigt, alt oder aus anderen Gründen nicht mehr vermittelbar waren. Gleichzeitig fordert PETA USA die US-Regierung und Bürger dazu auf, sich für Maßnahmen zur Reduzierung der Überpopulation von sogenannten Haustieren einzusetzen. Dazu gehört unter anderem ein Verbot der Kettenhaltung, denn die US-Kollegen finden viele Hunde vor, die ihr Leben lang draußen angekettet waren und infolgedessen aggressiv geworden sind oder unter extremer Vernachlässigung leiden. PETA USA engagiert sich außerdem dafür, dass sich auch einkommensschwache Menschen die Euthanasie ihrer alten und kranken Tiere leisten können. Und ganz besonders wichtig: PETA USA fordert die Einführung von Kastrationsprojekten und einer gesetzlichen Kastrationspflicht zur Reduzierung der Überpopulation heimatloser Tiere.

Nun wurden die von PETA USA veröffentlichten Zahlen in böswilliger Absicht erneut aufgerollt – unter anderem von einer Lobbygruppe, zu deren Mitgliedern Unternehmen wie Philip Morris, Outback Steakhouse, KFC, Züchter sowie andere Unternehmen gehören, die Tiere ausbeuten und Jahr für Jahr Abermillionen Tiere töten – jedoch nicht aus Mitgefühl, sondern aus Profitgier. Bevor Sie sich der von ihnen hervorgerufenen allgemeinen Hysterie anschließen, informieren Sie sich bitte zunächst auf den Websites BermanExposed.org und ConsumerDeception.com über den gesamten Sachverhalt.

Die Euthanasie-Statistiken von PETA USA werden, wie im aktuellen Fall, auch häufig von fanatischen Verfechtern des „No Kill“-Konzepts dafür missbraucht, um die Menschen zur Abkehr von, ihrer Meinung nach, „Bösen“ zu bewegen – obgleich die Euthanasie für die Tiere die würdige, schmerzfreie und barmherzige Erlösung von ihrem Leid bedeutet. Diese „No Kill“-Verfechter zeigen der Öffentlichkeit nie das Gesamtbild auf. Sie werfen mit aufrührerischen Formulierungen um sich und sprechen von „Welpen“ und „Kätzchen“ – auch wenn es sich um einen 17-jährigen Hund handelt, der aufgrund eines Herzleidens nicht mehr atmen konnte. Doch „No Kill“-Befürworter bieten keine realistische Lösung für die enormen Probleme, vor denen wir stehen, weil sogenannte Haustiere überall wie Ware gekauft und ebenso schnell wieder abgeschoben werden können.

Auf ihrer Webseite und in Rundschreiben informiert PETA USA regelmäßig über ihre direkte Hilfe für in Not geratene Tiere. Es gibt sogar eine eigene Abteilung hierfür. PETA USA bietet diesen Tieren einen Zufluchtsort – und das auf barmherzige Weise. Rund um die Zentrale in Virginia gibt es viele Tiere, die unsere Wegwerfgesellschaft nicht mehr haben will. Niemand hilft ihnen – nur die Mitarbeiter von PETA USA kümmern sich um sie. Allerdings sind sie aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen und Vernachlässigung oftmals aggressiv, verwildert, todkrank (viele haben große Tumore am Körper hängen) oder aus anderem Grund nicht vermittelbar. Informationen hierzu finden Sie unter PETASaves.com.

Bild
Bild


Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass unsere Gegner lediglich auf die Euthanasie-Zahlen von PETA USA verweisen, jedoch die Gesamtsituation nicht aufzeigen. So erwähnen sie nicht, dass PETA USA allein in den letzten 12 Monaten für mehr als 10.000 Hunde und Katzen kostenlose oder günstige Kastrationen durchgeführt und andere tierärztliche Hilfe bereitgestellt hat. Unsere Gegner blenden die Hunderte von Tieren aus, die PETA USA zur Vermittlung in große Tierheime mit hohen Vermittlungsraten gegeben hat, sowie die Beratung und Hilfeleistungen, die PETA USA Tierhaltern bietet, damit diese ihre Tiere behalten und angemessen versorgen können. Außerdem wird kein Bezug auf die Tiere genommen, für die PETA USA ein Zuhause sucht. Diese Katze beispielsweise haben Mitarbeiter von PETA USA (fast) ganz gesund gepflegt und steht nun zur Vermittlung.
Viele „No Kill“-Einrichtungen lehnen die Aufnahme von Tieren ab, um ihre „weiße Weste“ nicht zu beschmutzen und auf leichte Weise Spendengelder sammeln zu können. So weisen die „No Kill“-Tierheime in der Nähe der PETA-USA-Zentrale ebenso verletzte, kranke oder sterbende Hunde und Katzen ab, da sie angeblich ständig überfüllt sind. Die von ihnen ungewollten Tiere verweisen sie an PETA USA, wo kein Tier abgewiesen wird – damit PETA USA für die anfallenden Tierarzt- oder Euthanasie-Kosten aufkommt.

Jedes Jahr nehmen US-Tierheime ca. 6 bis 8 Millionen Katzen und Hunde auf, von denen letztlich ca. die Hälfte eingeschläfert wird. Menschen, die darüber schockiert sind, wie viele Tiere Jahr für Jahr in den USA euthanasiert werden oder die Euthanasie-Statistik von PETA USA missbilligen, sollten zunächst bei sich selbst ansetzen. Sie sollten ihre eigenen tierischen Mitbewohner kastrieren lassen und anderen Menschen dabei helfen, auch ihre Tiere kastrieren lassen zu können. Sie sollten Tiere niemals bei Züchtern oder in Zoohandlungen kaufen, sondern sie aus dem Tierschutz aufnehmen. Sie sollten Aufklärungskampagnen über Tierschutzthemen wie die vielfältigen Anforderungen an die Haltung von Tieren und die Vermittlung aus Tierheimen mitfinanzieren und sich für höhere Tierschutzstandards einsetzen. Außerdem sollten sie sich die Fotos der Tiere aus den verarmten US-Gegenden, denen PETA USA hilft, genau ansehen. Und natürlich sollten sie Tiere weder essen noch ihre Häute oder Felle tragen. Sie sollten keine Produkte benutzen, die in Tierversuchen getestet wurden, denn diese Tiere werden in der Regel am Ende der Versuchsreihe getötet. Zudem sollten sie keine anderen Aktivitäten unterstützen, bei denen Tiere getötet werden – es gibt keine Rechtfertigung, Tiere aus Eigennutz zu töten.
Den US-Kollegen fällt es sehr schwer, Tiere einzuschläfern, aber sie erlösen die Tiere, weil es nur noch diesen einen letzten mitfühlenden Weg für sie gibt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen diesen Sachverhalt umfassend schildern. Weitere Informationen auf Deutsch finden Sie unter www.peta.de/petatoetettiere. Teilen Sie diese Informationen gerne mit Ihren Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten, um auf die Situation der heimatlosen Tiere in den USA aufmerksam zu machen. PETA USA wird sich auch künftig dafür einsetzen, Tieren in Not zu helfen. Bitte unterstützen Sie uns und PETA USA dabei. Danke!


Ingrid E. Newkirk
1. Vorsitzende
PETA Deutschland e.V.
Herzliche Grüsse Kerstin

http://www.yorkshire-in-not.de

http://www.segugio-in-not.de

"Sei selbst der Wandel, den du in der Welt sehen möchtest!"

Mahatma Ghandi
Benutzeravatar
assisi
Assisi Team
 
Beiträge: 25172
Registriert: 16.03.2006, 08:50
Wohnort: 79369 Wyhl

Re: Peta USA - Informationen

Beitragvon assisi » 05.07.2014, 14:31

Herzliche Grüsse Kerstin

http://www.yorkshire-in-not.de

http://www.segugio-in-not.de

"Sei selbst der Wandel, den du in der Welt sehen möchtest!"

Mahatma Ghandi
Benutzeravatar
assisi
Assisi Team
 
Beiträge: 25172
Registriert: 16.03.2006, 08:50
Wohnort: 79369 Wyhl


Zurück zu Tierschutz

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste